Wir sind da!

Selbsthilfegruppen aus Münster stellen sich vor

Etwa 300 Selbsthilfegruppen gibt es in Münster.  Am Tag der Selbsthilfe, am 24. Juni 2017, stellen mehr als 40 von ihnen auf dem Lambertikirchplatz ihre Arbeit vor. „Die Arbeit der Selbsthilfegruppen entwickelt sich immer weiter“, betont Renate Ostendorf von der Selbsthilfe-Kontaktstelle Münster. „Und mittlerweile haben auch fast alle Ärzte und Therapeuten erkannt, dass Selbsthilfegruppen ganz wichtige Ankerpunkte für kranke Menschen sind.“

Ob bei chronischen Krankheiten, nach Operationen oder bei Einsamkeit im Alter – die Selbsthilfegruppen sind da. Sie nehmen Hilfesuchende in ihre Gruppen und bieten Unterstützung und Austausch an. Viele Gruppen sind heute auch im Internet und machen dort auf sich aufmerksam. In den letzten Jahren sind die Themen rund ums Älterwerden und um Pflege und Betreuung im Alter immer bedeutender geworden.

Seit etwa 30 Jahren werden Selbsthilfegruppen in Münster von der Stadt, dem Paritätischen Wohlfahrtsverband und der kommunalen Stiftung Siverdes gefördert. „Durch die fachliche Begleitung und die finanzielle Unterstützung haben sich die Gruppen zu einem stabilen und dauerhaften Hilfeinstrument in der sozialen Landschaft Münsters entwickelt“, erklärt Paul Claahsen von den Kommunalen Stiftungen.

Der Tag der Selbsthilfe gibt einen Einblick in die Vielfalt der Themen, mit denen sich die Selbsthilfegruppen beschäftigen. Von der Asperger Selbsthilfe über den Verein für Familien mit nierenkranken Kindern bis hin zur Zöliakie Gruppe Münster zeigen die Selbsthilfegruppen, was sie können. In einer Talkrunde am Mittag, an der Vertreter von Selbsthilfegruppen, Ärzte und Münsters Bürgermeisterin Karin Reismann teilnehmen geht es um die Entwicklung der Selbsthilfe, um ihre Wirkung aber auch um die Grenzen. Die Fernsehjournalistin Andrea Hansen wird die Talkrunde moderieren.

Der Tag der Selbsthilfe ist am Samstag, 24. Juni 2017 von 10 bis 15 Uhr auf dem Lambertikirchplatz in Münster.