Archiv Pressemitteilungen

18.12.2015

FreiwilligenAgentur nachgefragt wie nie

Agentur und Akademie auf Wachstumskurs

Etwa 1000 Ehrenamtliche und Hauptamtliche haben in diesem Jahr an den Weiterbildungsangeboten der FreiwilligenAkademie der FreiwilligenAgentur Münster teilgenommen. „Das sind mehr als dreimal so viele Teilnehmer wie im letzten Jahr“, freut sich Petra Woldt von der kommunalen Stiftung Siverdes, zu der die FreiwilligenAgentur gehört. „Damit ist das Konzept der FreiwilligenAkademie als trägerübergreifende Weiterbildungseinrichtung voll aufgegangen“.

Auch die FreiwilligenAgentur hat im Vergleich zum Vorjahr wesentlich mehr Anfragen bekommen und Beratungen gemacht. Allein die Zahl der persönlichen und telefonischen Einzelberatungen lag bei 1000 in 2015. Das sind viermal so viele wie in 2014. „Auch in allen anderen Arbeitsfeldern ist die FreiwilligenAgentur gefragt wie nie“, betont Woldt.

Münsters Sozial- und Stiftungsdezernentin, Cornelia Wilkens, setzt sich für eine Stärkung der FreiwilligenAgentur und der FreiwilligenAkademie ein. „Attraktive Weiterbildungsangebote für Ehrenamtliche tragen in hohem Maße zur Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements bei“, betont Münsters Sozial- und Stiftungsdezernentin, Cornelia Wilkens. „Die FreiwilligenAkademie steht für Qualität und Vielseitigkeit in der Weiterbildung von Freiwilligen. Sie ist offen für alle Ehrenamtlichen und hat eine Vielzahl von Kooperationspartnern von der Fachhochschule über das Kommunale Integrationszentrum bis zum Kinderschutzbund.“

Auch 2016 wird die FreiwilligenAkademie weiter wachsen. Mit 70 Seminaren, Workshops und Vorträgen hat die Akademie ihr Angebot noch einmal vergrößert. „Wir reagieren auf Nachfrage und Bedarfe“, sagt Martina Kreimann, Leiterin der FreiwilligenAgentur. „Neu im Programm sind deshalb in 2016 viele Fortbildungen für Ehrenamtliche, die sich für geflüchtete Menschen einsetzen.“ Eine große Reihe für Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit läuft gemeinsam mit dem Kommunalen Integrationszentrum und sechs anderen Partnern. Aber auch in weiteren Seminaren und Workshops der Akademie geht es um die Stärkung der Ehrenamtlichen, die sich für Geflüchtete engagieren. „In diesem Themenfeld unterstützen uns die Sparkasse Münsterland Ost mit einer großzügigen Spende und die Westfälische Provinzial mit Räumen“, so Kreimann. „Dafür sind wir sehr dankbar. So können wir auch unterjährig flexibel auf Bedarfe reagieren und zum Beispiel Seminare mit langen Wartelisten wiederholen oder auf Anfrage Coachings für Initiativen anbieten.“

Darüber hinaus sind die Themen in der FreiwilligenAkademie wie gewohnt vielfältig. Die Themenfelder sind jedes Jahr ähnlich: Koordination und Kommunikation, Projektmanagement, Öffentlichkeitsarbeit und Spezialwissen. „Innerhalb der Felder machen wir aber auch immer wieder neue Angebote“, sagt Andrea Evers, die das Akademieprogramm maßgeblich entwickelt hat. „So gibt es in der Öffentlichkeitsarbeit zum Beispiel einen Workshop zu Werbematerialien. Im Feld Kommunikation ist Nähe und Distanz ein neues Thema.“ Bildung auf Bestellung sowie Austausch- und Vernetzungsangebote runden das Programm ab. Damit steht die FreiwilligenAkademie sowohl für die Vermittlung von Wissen als auch für den organisationsübergreifenden Austausch von Erfahrungen.

Die Angebote der FreiwilligenAkademie richten sich an Freiwillige, aber auch an Hauptamtliche, die mit Freiwilligen arbeiten. Das neue Programm der FreiwilligenAkademie ist im Netz unter  www.freiwilligenagentur-muenster.de. Die Anmeldung für die Seminare erfolgt online. Das Programmheft liegt bei der FreiwilligenAgentur im Gesundheitshaus aus, aber auch an vielen anderen Stellen in der Stadt unter anderem in der Bürgerberatung und in der Stadtbücherei. Die FreiwilligenAkademie gehört zur FreiwilligenAgentur Münster.

02.12.2015

Engagement in der Weihnachtszeit

FreiwilligenAgentur zeigt Möglichkeiten im Advent und an Weihnachten Zeit zu schenken

Traurigkeit in der Weihnachtszeit. „Das muss nicht sein!“ sagt das Team der FreiwilligenAgentur Münster und hat Möglichkeiten gesammelt, wie Freiwillige im Advent und an den Weihnachtstagen aktiv werden können. „Engagement in der Weihnachtszeit“ heißt es ab sofort auf der Homepage der Agentur. Dort werden entsprechende Angebote für Freiwillige gesammelt. „Die Freiwilligen müssen gar nicht viel Zeit mitbringen“, sagt Nicole Lau von der FreiwilligenAgentur. „Auch große Aktionen braucht es nicht, denn oft reicht es schon, einem alten Menschen einfach nur zuzuhören.“ Auf der Liste stehen überwiegend Altenheime, die sich über Freiwillige im Dezember freuen. Die Freiwilligen können dort gemeinsam mit den alten Menschen backen, ihnen vorlesen, sie zum Gottesdienst begleiten oder ihnen eben einfach nur zuhören. „Wir erweitern die Liste übrigens gerne, wenn wir Hinweise zu anderen Angeboten im Dezember bekommen“, so Lau. „Und das müssen natürlich nicht nur Angebote von Altenheimen sein.“ www.freiwilligenagentur-muenster.de

02.09.2015

Münsters Auszubildende engagieren sich

FreiwilligenAgentur macht den zweiten ZeitStifteTag

Marleen Lewe, Lea Rüschenschmidt, Alicia Tibbe und Koussai Hassan sind ZeitStifte. Die vier Auszubildenden der BASF, der Sparkasse Münsterland Ost, der Stadtwerke und der Stadt Münster stehen für alle Azubis der vier Unternehmen, die sich am 16. September 2015 beim zweiten ZeitStifteTag der FreiwilligenAgentur Münster sozial engagieren. 125 Azubis sind in diesem Jahr dabei. „Das sind doppelt so viele wie beim ersten ZeitStifteTag“, sagt Martina Kreimann, Leiterin der FreiwilligenAgentur. „Mit der BASF ist auch ein neues Unternehmen mit an Bord, was uns natürlich sehr freut.“ Im Rahmen des ZeitStifteTages werden die Auszubildenden 20 Projekte vorbereiten und durchführen. „Sie werden dabei Kontakte zu alten Menschen oder zu Menschen mit Behinderungen bekommen oder sie werden hautnah erfahren, was es im Naturschutz zu tun gibt“, erklärt Nicole Lau, die in der FreiwilligenAgentur den ZeitStifteTag federführend organisiert.

Die Arbeitgeber unterstützen die Auszubildenden bei ihrem Engagement. „Uns ist es wichtig, als Unternehmen auch gute Rahmenbedingungen für soziales Engagement unserer Auszubildenden zu schaffen“, betont Gerlind Griese, Kaufmännische Ausbildungsleiterin der BASF Coatings. Und so bekommen die Auszubildenden auch genügend Zeit, um sich mit den Einrichtungen und den Projekten zu beschäftigen. „In der Ausbildung Fachwissen lernen ist eine Sache, soziale Kompetenz eine andere“, sagt Michael Willamowski, Leiter des Personal- und Organisationsamts der Stadt Münster. Deshalb hat auch die Stadt Münster sich entschieden, ihren Azubis das Mitmachen beim ZeitStifteTag zu ermöglichen. „Freiwilliges Engagement ist gut für unsere Gesellschaft und wichtig für die Persönlichkeitsentwicklung unserer Auszubildenden“, ergänzt Klaus Bakenecker, Ausbildungsleiter bei der Sparkasse Münsterland Ost. Und dem kann sich auch Vanessa Weber, Personalreferentin der Stadtwerke Münster, nur anschließen: „Der ZeitStifteTag ist für alle ein Gewinn. Unsere Azubis lernen, mit neuen und vielleicht im ersten Moment ungewohnten Situationen umzugehen. Gleichzeitig tun sie Gutes, zum Beispiel für Menschen mit Behinderungen.“

Die Projekte am ZeitStifteTag sind vielfältig. „Unsere sozialen Partner hatten wieder gute Ideen und freuen sich auf den Einsatz der Azubis“, betont Kreimann. Mit dabei sind, zum Teil mit mehr als einem Projekt, das Altenheim der Missionsschwestern, das Altenheim St. Lamberti, das Seniorenzentrum Handorfer Hof, das Irmgard-Buschmann-Haus, Westfalenfleiß, der Verein Urlaub und Pflege, Stift Tilbeck, Wohnstätte Coerde, NABU, die Tierfreunde, das MuM und das Haus vom Guten Hirten. Der zweite ZeitStifteTag ist am 16. September 2015. Die Projekte laufen von 9 bis 16 Uhr. Die Abschlussfeier ist in der Alexianer-Waschküche.

Foto: (v.l.) Nicole Lau (FreiwilligenAgentur), Gerlind Griese (BASF), Alicia Tibbe (Azubi Stadt Münster), Martina Kreimann (FreiwilligenAgentur), Koussai Hassan (Azubi Stadtwerke), Marleen Lewe (Azubi BASF), Michael Willamoswski (Stadt Münster), Vanesse Weber (Stadtwerke), Lea Rüschenschmidt (Azubi Sparkasse), Klaus Bakenecker (Sparkasse)

07.07.2015

Nachweis für gute Arbeit

Freiwilligenagentur Münster bekommt wieder das Qualitätssiegel

Die Freiwilligenagentur Münster ist in Berlin erneut für ihre gute Arbeit mit dem Qualitätssiegel der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen ausgezeichnet worden. Im Bundesfamilienministerium hat die Leiterin der Freiwilligenagentur, Martina Kreimann, jetzt die Urkunde entgegengenommen. Dr. Christoph Steegmans vom Familienministerium überreichte das Zertifikat und würdigte damit die Arbeit der Freiwilligenagentur Münster und ihre wichtige Rolle in der Förderung bürgerschaftlichen Engagements vor Ort. Die Freiwilligenagentur Münster ist bereits zum vierten Mal mit dem Siegel ausgezeichnet worden. Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen, kurz bagfa, hat das Qualitätsmanagementsystem entwickelt. Bundesweit tragen rund 80 Freiwilligenagenturen das Qualitätssiegel. Mit dem Siegel machen die Freiwilligenagenturen nach außen sichtbar, dass sie in ihrer Arbeit nachvollziehbare Qualitätsstandards erfüllen.

Foto: (v.l) Dr. Christoph Steegmans (Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend) Martina Kreimann (Freiwilligenagentur Münster) und Wilfried Delißen (Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen e.V.)

01.07.2015

Inforeihe für Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe

Großes Echo bei der ersten Veranstaltung

Um aufenthaltsrechtliche Bedingungen ging es bei der ersten Infoveranstaltung der  Fortbildungsreihe für Ehrenamtliche, die das Kommunale Integrationszentrum, die GGUA e.V. und die FreiwilligenAgentur Münster gemeinsam aufgelegt haben. Der Andrang war groß. Rund 60 Freiwillige, die in der Flüchtlingshilfe aktiv sind, kamen ins Gesundheitshaus. Die Referentin, Kirsten Eichler von der GGUA, informierte über Themen wie Aufenthaltspapiere,  Drittstaatsangehörigkeit  oder Duldung.

Sehr viele Ehrenamtliche in Münster unterstützen und begleiten Flüchtlinge im täglichen Leben. „Weil es dabei viele Fragen und Herausforderungen gibt, haben wir gemeinsam mit der GGUA und der FreiwilligenAgentur diese Inforeihe entwickelt“, sagte Nidha Kochukandathil vom Kommunalen Integrationszentrum bei der Begrüßung. „Fördergelder vom Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales des Landes NRW helfen uns diese Reihe zu finanzieren.“ Die Herausforderungen für Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit sind groß. Da ist die seelische Situation der Flüchtlinge, sind sie doch entwurzelt und oft isoliert. Dazu kommen Sprachschwierigkeiten und eben die besonderen rechtlichen Rahmenbedingungen. „Es ist wichtig, dass wir die Ehrenamtlichen so besser auf die Herausforderungen vorbereiten können“, betonte Saskia Zeh von der GGUA.

Noch sechs weitere Veranstaltungen gibt es bis Ende des Jahres in der Inforeihe. Die nächste Infoveranstaltung ist am Freitag, 3. Juli 2015, von 10 bis 15 Uhr. Dann geht es um sozialrechtliche Bedingungen. Alle Veranstaltungen finden in der FreiwilligenAkademie im Gesundheitshaus, Gasselstiege 13 in Münster in der vierten Etage, Raum Siverdes statt. Die Veranstaltungen sind kostenfrei, aber eine Anmeldung ist erforderlich. Die Anmeldung läuft über die FreiwilligenAkademie der FreiwilligenAgentur Münster. Weitere Informationen gibt es unter der Telefonnummer 0251  492-5970 oder im Netz www.freiwilligenagentur-muenster.de.

Foto: (vorne v.l.) Martina Kreimann (FreiwilligenAgentur), Nidha Kochukandathil (Kommunales Integrationszentrum) und Saskia Zeh (GGUA) freuen sich über den großen Andrang beim ersten Teil der Inforeihe für Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe.

19.06.2015

Ehrenamt in der Flüchtlingshilfe

Großes Interesse an der Fachveranstaltung der FreiwilligenAgentur

„Wenn sich Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe engagieren, macht das die Situation für Flüchtlinge erträglicher und für die Ehrenamtlichen ist die Arbeit sehr sinnstiftend“, so brachte es Professor Michael Vilain von der Hochschule Darmstadt bei der Fachveranstaltung „Ehrenamt in der Flüchtlingshilfe“ auf den Punkt. Rund 60 haupt- und ehrenamtliche Fachleute, die mit Freiwilligen in der Flüchtlingshilfe arbeiten, waren der Einladung der FreiwilligenAgentur gefolgt, um miteinander ins Gespräch zu kommen, ihr Know How zu bündeln und Entwicklungsperspektiven zu formulieren. Ehrenamtliche Initiativen der Flüchtlingshilfe waren dabei ebenso vertreten wie Sozialarbeiter aus städtischen Flüchtlingseinrichtungen, oder Ansprechpartner für Ehrenamtliche in Wohlfahrtsverbänden oder bei der Stadt Münster.

„Dabei ist deutlich geworden, dass in der Flüchtlingshilfe die Herausforderungen für Ehrenamtliche sehr speziell sind“, sagt Martina Kreimann, Leiterin der FreiwilligenAgentur. Eine große Herausforderung ist die seelische Situation der Flüchtlinge, sind sie doch entwurzelt und oft isoliert. Dazu kommen Sprachschwierigkeiten und besondere rechtliche Rahmenbedingungen. „Auf diese Herausforderungen sollten die Freiwilligen vorbereitet sein“, betonte Professor Michael Vilain in seinem Einführungsvortrag. „Es ist wichtig, dass die Freiwilligen dabei unterstützt werden, ihre fachlichen und sozialen Kompetenzen zu stärken.“ In einzelnen Arbeitsgruppen entwickelten die Teilnehmer Ideen zur Weiterentwicklung, die dann gemeinsam diskutiert wurden. Dabei stand der Wunsch nach Fortbildung und Vernetzung im Vordergrund. „In unserer FreiwilligenAkademie haben wir gerade gemeinsam mit dem Kommunalen Integrationszentrum und der GGUA eine Fortbildungsreihe für Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe aufgelegt“, betont Martina Kreimann. „Wir nehmen die Anregung gerne mit, in der Akademie noch mehr für diese Zielgruppe anzubieten.“ Auch die Vernetzung soll vorangetrieben werden, wobei persönlicher Austausch wie hier in der Fachveranstaltung ganz oben auf der Liste stand. „Kenntnis voneinander ist grundlegend“, betonte Petra Woldt von den Kommunalen Stiftungen. „Nur so können alle voneinander profitieren und Doppelstrukturen vermieden werden.“ Der Vorsitzende des Integrationsrates, Dr. Ömer Yavuz, war ebenfalls zur Veranstaltung gekommen. Er warb dafür, bei dem Thema ruhig noch öfter den Kontakt zu den Migrantenselbstorganisationen in Münster zu suchen. An die Stadt ging der Wunsch nach mehr Ansprechpartnern für Ehrenamtliche in Flüchtlingshilfe. „Da sind wir dran“, sagte Dagmar Arnkens-Homann, Leiterin des Sozialamtes. Die Rückmeldungen der Teilnehmer waren durchweg positiv und gekoppelt mit dem Wunsch nach mehr solcher Veranstaltungen.

Foto: (v.l.) Ramona Geßler (Fachhochschule Münster), Petra Woldt (Kommunale Stiftungen Münster), Prof. Michael Vilain (Evangelische Hochschule Darmstadt), Dr. Ömer Yavuz (Vorsitzender des Integrationsrates), Martina Kreimann (FreiwilligenAgentur Münster)

12.06.2015

Gute Sache in Münster

Gemeinnützige präsentieren Projekte im Rathaus

Nach Geld für gemeinnützige Projekte werden Unternehmen jeden Tag gefragt. Wenn aber die Caritas einem Geldinstitut anbietet, deren Mitarbeiter als ehrenamtliche Schuldnerberater zu schulen, ist das schon etwas Besonderes. Das war nur eins der Projekte die bei „Gute Sache“ in Münster entstanden sind. Acht Organisationen und Vereine konnten beim ersten Durchlauf von „Gute Sache“ in Münster mitmachen. Mit dabei waren ASB, Verein Bürgernetz, Caritas, Diakonie, Johannes-Hospiz, Kinderschutzbund, Südviertelbüro und „Urlaub und Pflege“. Das Familienministerium NRW fördert „Gute Sache“. Die Bertelsmann Stiftung, das Netzwerk UPJ sowie die Unternehmen RWE, KPMG und Generali haben „Gute Sache“ entwickelt.

„Bei ´Gute Sache´ geht es eben nicht um das Einwerben von Spenden oder um Sponsoring“, erklärt Martina Kreimann von der FreiwilligenAgentur. „ `Gute Sache` macht Gemeinnützige fit für Kooperationen mit Unternehmen und fördert damit die Zusammenarbeit von Akteuren aus verschiedenen Sektoren.“ Die FreiwilligenAgentur hat „Gute Sache“ nach Münster geholt. In fünf Seminaren und Workshops sowie einem Praxisteil haben die Teilnehmer über ein halbes Jahr lang gelernt, wie echte Gemeinschaftsprojekte von Unternehmen und Gemeinnützigen entstehen und gelingen können. Jetzt wurden die Projekte im Rathaus präsentiert.

„Die Teilnehmer sind sehr kreativ gewesen“, lobte Andrea Hankeln vom Familienministerium NRW die Präsentation. Da war zum Beispiel der Arbeiter Samariter Bund Münster, der eine Kooperation mit einem Logistikunternehmen anstrebt. Die Mitarbeiter des ASB möchten die Mitarbeiter des Unternehmens unterstützen und beraten, wenn diese Fragen haben rund um die Pflege von eigenen Angehörigen. Dafür würden die Mitarbeiter des Unternehmens den ASB bei der Optimierung von Logistikprozessen im Bereich Fahrdienst unter die Arme greifen. Da waren aber auch kleinere Projekte, wie das des Südviertelbüros, das eine Kooperation mit Skaterpapst Titus Dittmann beim Südviertelfest bereits umgesetzt hat. Der Kinderschutzbund Münster kooperiert jetzt mit der Filmfirma GUCC und der Verein Bürgernetz mit dem Unternehmen Lapstore. Manche Projekte sind in trockenen Tüchern und die Kooperationen mit den Unternehmen stehen, manche Projekte sind noch auf der Suche nach Partnern. „Auf jeden Fall ist der Geist von `Gute Sache` in Münster angekommen“, freute sich Andre Koch-Engelmann von bundesweiten Netzwerk UPJ. Ob „Gute Sache“ in Münster in die zweite Runde geht, entscheidet sich im Herbst.

Foto: Die Teilnehmer von „Gute Sache“ bei der Präsentation der Projekt im Rathaus.

20.05.2015

Münster gewinnt eins zu eins

Paten- und Mentorenprojekte begeistern fürs Ehrenamt

Ehrenamtliche Paten und Mentoren haben ein anspruchsvolles Ehrenamt, besonders wenn es um 1:1-Patenschaften geht. Dann bauen die Paten nämlich enge Beziehungen zu ihrer Patenfamilie oder zu ihrem Patenkind auf. Die Treffen sind regelmäßig und auf lange Zeit angelegt. „Man spricht von Tandems, die so entstehen“, sagt Martina Kreimann von der Freiwilligenagentur Münster. „Familien, Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, die mit Schwierigkeiten zu kämpfen haben, tun diese Paten und Mentoren gut, denn so haben sie jemanden, auf den sie sich verlassen können.“

Die Freiwilligenagentur hat die Paten- und Mentorenprojekte, die in Münster nach dem Tandemprinzip arbeiten, an einen Tisch geholt. Über zehn Projekte sind im Netzwerk. Etwa 450 ehrenamtliche Paten und Mentoren sind in den Projekten unterwegs. „Die Ehrenamtlichen verdienen höchste Anerkennung“, betont Kreimann. „Und weil die Paten ein Gewinn sind, letztlich für uns alle in Münster, heißt unser Netzwerk jetzt `Münster gewinnt eins zu eins`.“

Durch gemeinsame Auftritte in der Öffentlichkeit möchten die Paten- und Mentorenprojekte noch stärker auf sich aufmerksam machen, auf ihre Arbeit hinweisen und ganz besonders auch für neue Ehrenamtliche werben. Ob die Paten jungen Müttern helfen, Kinder mit Flucht- oder Migrationshintergrund an die Hand nehmen oder Jugendliche beim Weg in die Arbeitswelt unterstützen – Möglichkeiten, Pate oder Mentor zu werden, gibt es viele, denn nur so gewinnt Münster eins zu eins.

Informationen zu den Paten- und Mentorenprojekten sind im Internet unter www.muenster-gewinnt-eins-zu-eins.de .

Foto: (v.l.) Saskia Zeh vom Projekt „Schlauberger“, Martina Pollok vom Projekt „wellcome“ und Martina Kreimann von der FreiwilligenAgentur werben für die Paten- und Mentorenprojekte in Münster.